Faust-Kultur, März 2014:

… Beispielhaft auch die Weise, wie Schöfer Nähe herstellt. Wo die Vision vom Ziel der Geschichte verloren ging, macht er ein Orientierungsangebot aus der Innenansicht der Akteure. Er zeigt die unterste Ebene der geschichtsbildenden Kräfte, die der politisch handelnden Individuen.

 

nachdenkseiten, Juli 2013

(…) Es ist das große Verdienst Schöfers, mit seiner literarischen Geschichte von unten, diese Ereignisse vor dem Vergessen bewahrt zu haben. Er hat nicht nur über sie geschrieben; er hat an vielen der Widerstands-Aktion selbst teilgenommen. In seiner Dankesrede anlässlich der Verleihung des Gustav-Regler-Preises hat der Autor sein literarisches Credo wie folgt formuliert: Für mich hat immer gegolten: Der Schriftsteller ist nicht nur kritischer Beobachter der Weltläufe, sondern handelnder, mitwirkender Beteiligter. Er ist einer, der sich zugehörig weiß zu den emanzipatorischen Bewegungen seiner Zeit, der an ihnen teilnimmt mit dem Bewusstsein, die Motive der Bewegten erkennen und bezeugen zu wollen, im Widerstand gegen die mächtigen Kräfte, in deren Interesse die Verdunkelung und Verfälschung dieser Motive liegt.

ALG- Umschau, September 2012:

“(…) Im Herbst des vergangenen Jahres gründete sich in Köln der gemeinnützige Verein `Kinder des Sisyfos – Freundeskreis Erasmus Schöfer`. (…) Im Mittelpunkt des Interesses der Initiatoren steht das (…) Schaffen des Schriftstellers Ersasmus Schöfer (*1931), der insbesondere mit seiner Roman-Tetralogie Die Kinder des Sisyfos (2001-2008) (…) viele Leserinnen und Leser begeisterte – darunter auch so bekannte Schriftstellerkollegen wie Volker Braun und Ilja Trojanow.”

 

Rundfunk-Sendung WDR 5 “Privat-Radio” am 2.6.12:  “Erasmus Schöfer – oder der schreibende Sisyphos”. Ein Feature von Ulrich Land

 

Presse-Information 18. November 2011:

“Kinder des Sisyfos” jetzt im Verein

Köln, 18. 11. 2011. Am 12. November fand in der Kölner Mainzer Straße 37 die Gründungsversammlung des Freundeskreises Erasmus Schöfer statt. Acht Teilnehmer und Teilnehmerinnen diskutierten, bestimmten und unterschrieben die Satzung des Vereins. Sie werden sich künftig gemeinsam für die Pflege und Verbreitung solcher literarischen Werke einsetzen, “die die historisch wirkmächtigen gesellschaftlichen Prozesse seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts thematisieren und dabei die Rolle der aktiv Engagierten erkunden helfen”- so heißt es unter Paragraf 3 zu Zweck, Zielen und Aufgaben. Der Verein setzt sich das Ziel, diese Literatur zu pflegen, sie einem größeren Leserkreis zugänglich zu machen und deren Aussagekraft und kulturellen Impulse für die Gegenwart und Zukunft zu nutzen.

Einen Orientierungspunkt bildet das Schaffen und Wirken des Schriftstellers Erasmus Schöfer. “Die Roman-Tetralogie ´Die Kinder des Sisyfos` ist als literarisches und historisches Dokument in seiner Art einmalig”, so die Überzeugung der Gründungsinitiatorin und ersten Vorsitzenden Marianne Walz. “Es beschreibt in lebendiger Weise die Visionen und die Anstrengungen der Menschen, die in den Jahren zwischen 1968 und 1989 in der BRD für Frieden und soziale Gerechtigkeit, für eine ökologische Wirtschaft und die Freiheitsrechte der Bürger eintreten und einen wesentlichen Abschnitt deutscher Geschichte in diesem Sinne mitgestalten.” Zu den Gründungsmitgliedern gehört neben sieben Literaturfreundinnen und -freunden auch die Fritz-Hüser-Gesellschaft e. V., Dortmund.

Der langjährige Vorsitzende der Internationalen Peter-Weiss-Gesellschaft e. V., Berlin, Prof. Dr. Jürgen Schutte, begrüßt die Initiative. Sie lenke “… die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Werk eines Autors, der sein gesellschaftliches Handeln von Anfang an sowohl in seinem Werk als auch in seiner literaturpolitischen Praxis zu verwirklichen suchte (…). Es ist zu wünschen, dass diese Initiative zur Förderung der demokratischen Kultur in Deutschland den erhofften Beitrag leisten kann”, erklärt Schutte.

Ein Grußwort übersandte auch Prof. Dr. Frank Benseler, der langjährige Cheflektor für Soziologie im Hermann-Luchterhand-Verlag: Bei Schöfer könne man “lernen, dass es für alle hoffnung gibt: auf ein befriedetes, gemeinorientiertes leben. (…) in der kunst wird aufgehoben und tradierbar, was jetzt und hier als unterdrückung erlebt wird und bisher nicht behoben werden konnte. (…) denn die hoffnung (…) darf nicht im politischen und gesellschaftlichen alltag verschwinden. sie ist in allen arbeiten von Erasmus Schöfer von anfang an auf jeder seite.”

Und Volker Dittrich, der Verleger der Tetralogie, merkt zur Gründungsinitiative an: “Literatur kann also doch noch etwas bewegen, wenn sie bei den Leserinnen und Lesern etwas entfacht, wenn der Autor bei seinen Lesern etwas auslöst, dass mit ihrem gelebten Leben zu tun hat und auch auf die Zukunft bezogen ist.”